Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Naihanchi und Tekki Shodan

Jens empfiehlt uns immer, die Kata der älteren Stilrichtungen aus Okinawa anzusehen, um ein besseres Verständnis von den Anwendungsmöglichkeiten der Bewegungen unserer eigenen Shotokan-Kata zu bekommen. Besonders in Hinsicht darauf, dass wir uns vorstellen nicht gegen mehrere aus verschiedenen Richtungen angreifende Gegner zu kämpfen, sondern an einem einzigen "zu arbeiten".

Ich habe euch hier mal zwei Videos "zum Vergleich" gepostet. Im ersten Video zeigt Osaka Yoshiharu Sensei die Kata Tekki Shodan so, wie wir sie im JKA kennen. Im zweiten Video zeigt Katsuhiko Shinzato Sensei mehrmals die Kata Naihanchi, erst ganz langsam und dann immer schneller. Hüfteinsatz, Fußstellungen, Armbewegungen unterscheiden sich auf den ersten Blick, auf den zweiten Blick lassen sich jedoch viele Parallelen entdecken und sorgen für einen Aha-Effekt...


Osaka Sensei mit Tekki Shodan


Shinzato Sensei mit Naihanchi

Vielleicht inspirieren euch die zwei Filmchen bei der nächsten Tekki-Shodan-Bunkai-Session ;-)

Oss

Montag, 14. Juni 2010

...an einem Mann arbeiten... das fetzt!

Das Training heute Abend war super! Nach einer ausgiebigen kihon-Session mit choku zuki, oi zuki, age uke in verschiedenen Varianten und gyaku zuki im Stand gingen wir dazu über, zunächst aus shizentai kizami zuki aus einer Position zu schlagen, wie wir sie schon von Thomas aus Lübars und Naka Sensei in Berlin usw. kennen, nämlich mit vor den Körper gehaltenen und mit den Handrücken nach unten gedrehten Armen. Danach ging es weiter mit folgenden Kombinationen:

- kizami zuki (einmal, zweimal und zehnmal auf eine Zählzeit)
- kizami zuki/ gyaku zuki (mit suri ashi)
- gyaku zuki/ kizami zuki (mit suri ashi)
- kizami zuki/ oi zuki


Die Stellung der Füße - das heisst nicht zu schmal und immer mit hinten gebeugten Bein - sowie die richtige Haltung der Arme - nicht gekreuzt sondern paralell nach vorne ausgerichtet - waren nur einige der Punkte, die uns neben dem bloßen Schlagen am meisten beschäftigten. Im Anschluss übten wir die Techniken mit Partner und das war wirklich eine beeindruckende Situation: Alle hatten irgendwie ein Funkeln in den Augen... derKillerinstikt war geweckt. Echt stark, was unsere Kämpfer und Kämpferinnen da zeigten!


Jens wies uns auf einen Punkt hin, der den Sportkarateka vom Budôkarateka unterscheidet: kizami zuki ist keine halbherzig ausgeführte "Finte", sondern muss als ernst gemeinte Technik ganz ausgefahren und auf jeden Fall ins Ziel gebracht werden. Denn stimmt die Distanz dieser Stoßtechnik nicht, dann ist etwa ein darauf folgender zuki (ohne nachträgliche Korrektur der Entfernung) ebenfalls zum Scheitern verurteilt.

Zum Ende übten wir Tekki Shodan. Jens gab uns wiederum wichtige Hinweise, etwa zur Ausführung von gedan uke/ jôdan gaiwan uke und was der Übersetzschritt vor uchi uke eigentlich bedeutet.

Heute war mal wieder eine dieser sehr inspirierenden und motivierenden Trainingseinheiten von denen ich hoffe, dass wir uns in der nächsten Zeit regelmäßig damit beschäftigen werden.

Danke Jens!

Oss

Chinte im neuen Design

Da die Kata Chinte trotz ihrer exotischen Techniken, der schwer vorstellbaren Umsetzung vieler darin enthaltener Bewegungen und ihrem Ruf als "Frauenkata" auch für viele Jungs aus unserem Verein einen gewissen Reiz besitzt, poste ich euch hier mal ein Video von Ôta Sensei. Dieser demonstriert Chinte sehr schön (und) anschaulich.



Spätestens bei diesem Besuch des Blogs werdet ihr festgestellt haben, dass ich das Design mal verändert/erneuert habe um dem ganzen wieder ein bisschen neuen Schwung zu geben. Ihr könnt mir gerne ein Feedback unten in den Kommentaren geben. Rückgängig machbar sind die Veränderungen notfalls alle mal...

Bis heute Abend!

Oss

Montag, 7. Juni 2010

Schwerthand, reality check und neue(r) Danträger(in)

Da ich in der letzten Zeit nicht zum bloggen gekommen bin, hier nun mal wieder ein Eintrag zum Training der vergangenen Wochen:

Eines schönen warmen Freitag Abends wiederholten wir shutô uke und die in dieser Technik versteckten zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Einer ausgiebigen kihon-Session folgte eine lange kihon ippon kumite Übungsphase, in der wir shutô uke in verschiedenen Ausführungen gegen oi zuki einsetzten sollten. Mal abgesehen von der Distanz- und Ausweichwinkelproblematik, die sich bei shutô uke scheinbar zwangsläufig zu ergeben scheint, hatten die meisten von uns wahrscheinlich gemischte Gefühle wenn es darum ging, diese Technik gegen einen starken oi zuki-Angriff einzusetzen. Vernachlässigt man die Ausweichbewegung und verschätzt sich dann mit seinem "Block" etwa in der Höhe dann tuts weh.


Kürzlich widmeten wir uns in einer Trainingseinheit am Montag intensiv unseren Kata. Nach vielen vielen zuki zur Erwärmung gingen wir mehrmals die folgenden Kata durch:

Kata Heian 1-5,
Tekki Shodan,
Bassai Dai,
Jion,
Jitte,
Jiin,
Wankan,
Chinte


Neben verschieden Fragen bezüglich dem Ablauf, Rhythmus und der Ausführung einzelner Passagen beschäftigten wir uns besonders mit kleinen Details und der Bedeutung einzelner Bewegungen. Jens ließ uns wie immer an seinem tiefgehenden Wissen teilhaben und demonstrierte uns Anwendungen, die seinem Verständnis nach Sinn machen. Uns überzeugte das bei weitem mehr als die reinen Kicking-punching-Varianten, die vielerorts als Standard angeboten werden. Auch was die Ausführung langsamer Bewegungen betrifft gab Jens uns den Hinweis mal einen "reality check" durchzuführen und uns selbst zu befragen, wie wir die gleichen Techniken im Erstfall schnell ausführen würden. Sofort war allen klar was er meinte... schließlich sollen unsere Kata genau wie unsere Bewegungen im Ernstfall ohne unnötigen Schnirkel ausgeführt werden.


Dann gibt es noch eine erfreuliche Nachricht: Vor kurzem konnten wir Vivi in die Reihen der Danträger aufnehmen. Obwohl wir im Dôjô bereits gratuliert und darauf angestoßen haben hier nochmal ganz offiziell: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! und AB JETZT GEHTS ERST RICHTIG LOS!! und natürlich nicht zu vergessen OOOOOOSSSS!!! :-)


Angesichts der so kurz vor der Tür stehenden Sommerferien und dem damit einhergehenden Ausfall der Montags- und Freitagstrainingszeiten wäre es schön, wenn ihr in den nächsten ein zwei Wochen nochmal zahlreich zum Training erscheinen würdet.

Bis dahin, wir sehen uns morgen Abend im Dôjô am makiwara...

Oss

Mittwoch, 2. Juni 2010

Fotos über Fotos

Da in den letzten Wochen einige interessante gasshuku stattfanden dachte ich mir, ich stelle euch mal die neuesten Links zu den dazugehörigen Galerien auf den Blog.

Die "offiziellen" Bilder zum Kata Spezial 2010 in Karlsruhe findet ihr hier.


Die Galerie mit Fotos vom gasshuku in Slovenien mit Tanaka Sensei, Inokoshi Sensei und Naitô Sensei findet ihr hier.


Außerdem fand vor kurzen ein gasshuku in Belgien mit Mori Sensei, Kawawada Sensei, Sawada Sensei und Inokoshi Sensei statt, von dem 2 offizielle Fotogalerien (Galerie 1, Galerie 2) bei Picasa existieren.


Zuletzt noch Bilder vom JKA Spring International Course 2010 in England mit Mori Sensei, Osaka Sensei, Naka Sensei und Ôta Sensei.


Viel Spaß beim gucken und Lust-aufs-Training-holen!

Oss