Wir sind als Karate-Do Verein 1996 gestartet, nachdem wir unsere Karateabteilung im SV Preußen aufgelöst hatten. Mittlerweile sind wir ein Mehrspartenverein, wobei der Budo-Gedanke den Verein prägt. Neben 2 Karateabteilungen (JKA und JKS) gibt es noch 3 Jiu-Jitsu-Abteilungen (Gracie Jiu-Jitsu und Krav Maga) sowie eine Damenabteilung Keito (Drachenboot).
Am Wochenende haben die Karateabteilungen einen Jubiläums-Dojo-Lehrgang mit dem japanischen Sensei Nemoto Takechiyo ausgerichtet. Es gab auch eine kleine Feier.
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| eine kleine Rede war zu halten |
Der Sensei entstammt einer bekannten Karatefamilie aus
Narashino in der Präfektur Chiba.
Er führt ein großes Dojo (Shukukan), war 10 Jahre lang Chefcoach an der Aoyama-Gakuin-Daigaku (eine private Elite-Universität in Tokyo) und ist für den Verband ISKF als Chiefinstrutor in Australien tätig.
Nemoto T. Sensei beeindruckte uns mit seinem großen Wissen und lehrbuchhaften Bewegungen. Hervorzuheben war auch die Didaktik in seinen Trainingseinheiten.
Große Zauberei sollte man nicht erwarten, wenn derartige Sensei
erscheinen. Das Training von Basistechniken nimmt regelmäßig einen großen Teil
des Trainings in Anspruch. Und das ist erforderlich und gut. Seine Kritik war
dann auch deutlich, als wir am Ende auch freies Kumite trainieren durfte. Bei
den Bewegungen vieler Teilnehmer vermisste der Sensei die erforderlichen
Basic-Elemente, wie sie zuvor trainiert worden sind.
Dieser Lehrgang unter Leitung von Nemoto T. Sensei hat mir
aufgezeigt, dass ich das Karate-Do, wie es mir von Fujinaga Sensei mit in die
Wiege gelegt worden ist, weiter praktizieren und lehren werde, auch wenn es
nicht ganz so populär ist.
Schwerpunkte im Training waren der Fokus der Techniken, die starke Ausführung jeder Einzeltechnik, insbesondere bei Technik-Kombinationen, die Entspannung im Oberkörper vor den Techniken, starke Beinarbeit und die Verlagerung des Körperschwerpunktes bei den Bewegungen.
Der Sensei war zum ersten Mal in Deutschland und war sehr begeistert und wissbegierig. Er lernte viele deutsche Worte, konnte im Rechtsverkehr ein Auto fahren und insbesondere seiner Leidenschaft dem Sportangeln frönen.
Zuletzt gab es auch noch einen Abstecher in das polnische Dojo Klub Karate Kontra in Zary unter der Leitung von Sebastian Koncowik. Auch hier konnte Nemoto T. Sensei die starken Schüler des Dojos mit seiner Art des Trainings begeistern.
Leider gab es dann wegen des Taifuns in Japan einen über 12stündigen Aufenthalt auf dem Flughafen in Helsinki – letztlich konnte Nemoto T. Sensei aber kurz vor Mitternacht am 4. Juni wieder in Tokyo landen.
Ein besonderer Danke gilt auch Dominik Allermeier. Er ist extra aus München angereist, um zu übersetzen. Nemoto T. Sensei spricht zwar umfangreich englisch, doch wenn es im Training ins Detail geht, ist die Muttersprache für jeden japanischen Trainer die beste Alternative.
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| Dominik mit seiner japanischen Frau |
Ich hoffe, dass wir Nemoto Takechiyo Sensei in 2 Jahren wieder bei uns begrüßen können.
Ganbatte kudasai.

































