Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Freitag, 5. Juni 2026

30 Jahre Budoverein Fujinaga Berlin

Wir sind als Karate-Do Verein 1996 gestartet, nachdem wir unsere Karateabteilung im SV Preußen aufgelöst hatten. Mittlerweile sind wir ein Mehrspartenverein, wobei der Budo-Gedanke den Verein prägt. Neben 2 Karateabteilungen (JKA und JKS) gibt es noch 3 Jiu-Jitsu-Abteilungen (Gracie Jiu-Jitsu und Krav Maga) sowie eine Damenabteilung Keito (Drachenboot).

Am Wochenende haben die Karateabteilungen einen Jubiläums-Dojo-Lehrgang mit dem japanischen Sensei Nemoto Takechiyo ausgerichtet. Es gab auch eine kleine Feier.

eine kleine Rede war zu halten

Der Sensei entstammt einer bekannten Karatefamilie aus Narashino in der Präfektur Chiba.

Er führt ein großes Dojo (Shukukan), war 10 Jahre lang Chefcoach an der Aoyama-Gakuin-Daigaku (eine private Elite-Universität in Tokyo) und ist für den Verband ISKF als Chiefinstrutor in Australien tätig.

Nemoto T. Sensei beeindruckte uns mit seinem großen Wissen und lehrbuchhaften Bewegungen. Hervorzuheben war auch die Didaktik in seinen Trainingseinheiten.

Große Zauberei sollte man nicht erwarten, wenn derartige Sensei erscheinen. Das Training von Basistechniken nimmt regelmäßig einen großen Teil des Trainings in Anspruch. Und das ist erforderlich und gut. Seine Kritik war dann auch deutlich, als wir am Ende auch freies Kumite trainieren durfte. Bei den Bewegungen vieler Teilnehmer vermisste der Sensei die erforderlichen Basic-Elemente, wie sie zuvor trainiert worden sind.

Dieser Lehrgang unter Leitung von Nemoto T. Sensei hat mir aufgezeigt, dass ich das Karate-Do, wie es mir von Fujinaga Sensei mit in die Wiege gelegt worden ist, weiter praktizieren und lehren werde, auch wenn es nicht ganz so populär ist.

Schwerpunkte im Training waren der Fokus der Techniken, die starke Ausführung jeder Einzeltechnik, insbesondere bei Technik-Kombinationen, die Entspannung im Oberkörper vor den Techniken, starke Beinarbeit und die Verlagerung des Körperschwerpunktes bei den Bewegungen.

Der Sensei war zum ersten Mal in Deutschland und war sehr begeistert und wissbegierig. Er lernte viele deutsche Worte, konnte im Rechtsverkehr ein Auto fahren und insbesondere seiner Leidenschaft dem Sportangeln frönen.



Zuletzt gab es auch noch einen Abstecher in das polnische Dojo Klub Karate Kontra in Zary unter der Leitung von Sebastian Koncowik. Auch hier konnte Nemoto T. Sensei die starken Schüler des Dojos mit seiner Art des Trainings begeistern.



Leider gab es dann wegen des Taifuns in Japan einen über 12stündigen Aufenthalt auf dem Flughafen in Helsinki – letztlich konnte Nemoto T. Sensei aber kurz vor Mitternacht am 4. Juni wieder in Tokyo landen.

Ein besonderer Danke gilt auch Dominik Allermeier. Er ist extra aus München angereist, um zu übersetzen. Nemoto T. Sensei spricht zwar umfangreich englisch, doch wenn es im Training  ins Detail geht, ist die Muttersprache für jeden japanischen Trainer die beste Alternative.

Dominik mit seiner japanischen Frau

Ich hoffe, dass wir Nemoto Takechiyo Sensei in 2 Jahren wieder bei uns begrüßen können.

Ganbatte kudasai.


Sonntag, 7. September 2025

JKA Chiba Gasshuku

Die JKA Verbände der japanischen Präfekturen führen eigene Gasshuku durch. Ich konnte am Gasshuku der Präfektur Chiba, deren Mitglied ich bin, in Katsuura teilnehmen. In Katsuura gibt es auch eine Budo Universität. Alle Teilnehmer (ab 1. Kyu) waren in den Gemeinschaftsräumen (je 4-6 Personen) über der Halle im Nippon Budokan Katsuura einquartiert.

Nippon Budokan Katsuura


2x2 Doppelstock mit Tatami

JKA Chiba Banner

Es erfolgt alles gemeinsam: Training, Essen, Körperpflege im Onsen, gemeinsames Trinken und Quatschen und Schlafen. Überall mittendrin Osaka Shihan. Unter seiner Leitung wurde trainiert. Mein erstes Training mit Osaka Shihan durfte ich im Mai 1994 in London mit Enoeda und Tabata Shihan absolvieren.

Im Training 

Osaka Shihan mit einem treuen Schüler

Große lockere Abendrunde

... mit Redebeiträgen der Dojos

An der gelassenen und unaufgeregten gleichwohl konsequenten Form seines Unterrichts hat sich nichts geändert. Wie schön. Im ersten 3stündigen Training gab es viele Kihon Basics - es musste präzise gearbeitet werden. Nach einigen schweißtreibenden Kihon-Kumite Übungen gab es dann ausführlich die Kata Tekki Nidan incl. Bunkai.

Der Abend klang in einem vergrößerten Schlafraum aus. Aus allen anwesenden Dojos musste jemand eine kleine Rede halten. Es wurde auch viel gelacht - es war also nicht so förmlich.

Am 2. Tag wurden 3 Gruppen gebildet. Bis 2. Dan unter Nemoto Takechiyo Sensei. 3. und 4. Dan unter Ichihara Sensei von der Takudai. Ab 5. Dan unter Koide Masao Shihan. Osaka Shihan inspizierte alle 3 Trainingsgruppen. Wir beschäftigten uns noch einmal fast 3 Stunden mit Basics der Stände (Dachi), sodann die Kata Tekki Sandan und Meikyo nebst Bunkai.

Ichihara Sensei von der Takushoku Daigaku

Nemoto Takechiyo Sensei 

Ich konnte meine Reisegruppe (Familie Nemoto) vor Beginn der Heimreise überreden, einen Boxenstopp am Central Beach Katsuura zu machen. Trotz Warnung vor gefährlichen Quallen musste ich mal in doch recht warmen (26 Grad) Pazifik hopsen. 

Central Beach Katsuura 


Schön war's. Ossu! 




Montag, 1. September 2025

Die Ambivalenz von Körper und Geist im Karate--Do

Siegel des Ise Jingu im Tensho-Stil 

Trotz über 40 Jahren Karate-Do hinterfrage ich ständig meine Sicht auf die Dinge. Während meiner vielen Aufenthalte in Japan durfte ich mich insbesondere in Demut üben. Das ist mitunter nicht einfach, aber lehrreich, wenn man sich darauf einlässt. Immer wieder von vorne anfangen, ist eine Sache die man sonst im Leben nicht praktizieren will und muss. Im Karate-Do schon - ansonsten endet der Weg. Dann ist es einfach nur noch eine Freizeitbeschäftigung im Karateanzug. Das ist ja an sich nichts Schlimmes und sogar begrüßenswert, nur nicht mein Weg.

Das Karate hat sich in den letzten 40 Jahren entwickelt, wie allen anderen Dinge auch. Ich kann mit sog. traditionellem Karate wenig anfangen. Eine Tradition kann auch bewahrt werden, ohne die Weiterentwicklung der Sache einzuschränken. Jede Tradition ist doch das Ergebnis einer Entwicklung - die Weiterentwicklung ist das eigentlich traditionelle.

Ich bin dem Lehrsystem der JKA verhaftet - bei allen Schwächen die einem solchem System innewohnen - gleichwohl gibt es für mich keine andere äquivalente Alternative, die weniger Schwächen hat. Wenn ich auf die letzten 30 Jahre zurückblicke, favorisiere ich den Trend zur natürlichen Bewegung im JKA-Karate als die maßgebliche Weiterentwicklung. Am Ende aller Übungsformen der Dreifaltigkeit von Kihon, Kata und Kumite steht die freie Bewegung mit einem Gegner (Trainingspartner). Der trainierte Körper und der geschulte Geist werden sich intuitiv immer natürlich bewegen. Warum in aller Welt sollte dann im Training Zeit darauf verschwendet werden, Akrobatik zu machen, die dem einzelnen Körper fremd ist?

Vielmehr Zeit ist aufzuwenden für die Abhärtung des Körpers, denn wir sind von Natur aus faul. Der Aufbau von Muskelmasse etwa ist in einem überschaubaren Zeitraum und Aufwand zu leisten. Nur sollte der Schwerpunkt des Karatetrainings auf einer Vielzahl von Wiederholungen liegen. Die Ermüdung führt dazu, dass der Körper nur noch die nötigen nicht aber alle möglichen Bewegungen ausführt. Wir neigen dazu, mit zu viel Kraft und Oberkörper die Techniken zu praktizieren, die ja offensichtlich von den Händen und Armen ausgeführt werden. Das Karate spielt sich aber vordergründig im Unterkörper ab. Oder wie es ein finnischer Experte prägnant zu sagen pflegt: Der Gyaku Tsuki ist eine Beintechnik! So desu ne.

Und erst wenn der (Unter)Körper sich Hunderttausendmal bewegt hat, um Tsuki-Waza auszuführen, wird der Geist durch den Körper befähigt, sich weiter zu entwickeln. Hier liegt oft das Manko im Training des Karate-Do. Das Training ist außerhalb Japans Kopflastig. Der Sensei erklärt und demonstriert 5 Minuten lang den Schülern einen Bewegungsablauf. Die Schüler üben dann die Bewegung 20/30 mal - also keine 5 Minuten. Wir meinen, wenn wir die Sache nur oft und ausführlich erläutern, wird sich schon ein Lernerfolg einstellen. Das ist mitnichten der Fall. Wir versuchen uns untauglicher Weise darin, den Körper über den Geist zu trainieren.

Die Sache kann sich nur andersherum entwickeln. Das ist die Tradition, die ich als einzig beständige Größe betrachte. Wenn sich jemand etwa mit Zen-Buddhismus beschäftigen möchte und die vermeintliche Fachkraft dazu erst einmal einen halbstündigen Vortrag hält, sollte man schleunigst das Weite suchen. Viel reden hat mit japanischen Zen-Buddhismus soviel zu tun, wie eine Kuh mit dem Flugwesen.

Und so dauert es eben 40 Jahre im Karate-Do, bis man eines Tages reif dafür ist, etwas erklärt zu bekommen. Vorher macht es keinen Sinn, weil die Anzahl der durchgeführten Wiederholungen zu gering ist, um tatsächlich eine Weiterentwicklung nur mit Worten einzuleiten. Der Geist benötigt dazu einen ausreichend präparierten Körper.

OSSU!

traditionelles Gebäude Ise Jingu Areal



Universitäts-Gasshuku in Japan

Ich habe seit 1991 an unzähligen Gasshuku in Europa und Japan teilgenommen - um jetzt im Jahr 2025 eine Premiere zu absolvieren - das Gasshuku der Chiba kogyo daigaku in Ise (Mie) gemeinsam mit der dortigen Kogakkan daigaku.

Vor dem Trainingsbeginn

7 Tage intensivstes Training, davon 5 Tage in Ise, dort dann nichtklimatisiert bei teilweise annähernd 40 Grad waren eine echte Herausforderung - selbst für die durchtrainierten Studenten. Um 6 Uhr eine Stunde Athletiktraining (nur für die Studenten) dann 2x2Stunden täglich Karatetraining - gemeinsame Mahlzeiten Mittagessen am Dojo, ansonsten im Ryokan - einem klassischen japanischen Hotel mit Tatami, Gemeinschaftstoiletten und einem Bad (Onsen) - die Schlafräume für 4-6 Personen. Es wurde faktisch der gesamte Tag gemeinsam verbracht - bis spät in die Nacht gab es Zusammenkünfte in einem der Schlafräume. Ab Freitag kamen dann auch ältere Karateka (Sempai) dazu. Wir sprechen hier von 70 und 80-jährigen Karatemeistern, die alle auch an der Chiba koudai (Abkürzung) studiert und trainiert haben.

Sie unterwiesen die Studenten im Training und erzählten Abends Anekdoten aus ihrem langen Karateleben. Es herrscht einerseits eine stark ausgeprägte Hierarchie, gleichwohl ist alles sehr kameradschaftlich und freundlich. Das Training wurde vom Coach der Chiba koudai, Nemoto Keisuke Sensei geleitet. Die aktuelle Unimannschaft besteht aus 10 Studenten. Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt, denn das Kumiteteam unterlag nur in einer Unterwertung mit Entscheidungskampf gegen die Komozawa Universität bei der diesjährigen JKA All Japan. Ein Student ist Mitglied im Nationalteam der JKA und auch einer der Sempais (Okada Sensei) war 2024 im siegreichen japanischen Nationalteam der JKA bei der Weltmeisterschaft.

Okada Sensei mit einem Ise Pale Ale

Das Training war eine konditionelle Herausforderung für mich - nicht nur wegen der Hitze. Es gab bei bestimmten Übungen jeweils Extrawiederholungen nur für die aktiven Studenten - die anderen Teilnehmer durften kurz pausieren. Das dann praktizierte Tempo bei entsprechenden Wiederholungen ist für Nichtstudenten auch nicht realisierbar. Bei Partnerübungen wird konsequent gewechselt. Partnerübungen erfordern ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Leidensfähigkeit - jeder muss über 100% geben, um den Übungen folgen zu können und nicht unterzugehen. Es gibt laute Motivationsrufe, wenn einzelne Teilnehmer schwächeln. In kurzen Trinkpausen alle 30 Minuten musste man sich den Schweiß aus den Hosenbeinen wringen, um nicht in den eigenen Pfützen beim Training auszurutschen.


Samstag 30. Juli 2025

Wegen der Hitze und einer Sonderveranstaltung war dann der Samstag überraschend trainingsfrei. Um 6.00 Uhr gab es eine Führung zum Ise Jingu (Schrein) - es ist der bedeutenste (Shinto) Schrein Japans und wird auch als Geburtsstätte der japanischen Nation betrachtet. Es war überwältigend für mich. Die einmaligen historischen Bauten sind eingebettet in eine Parkarena mit Waldcharakter - darin unzählige alte mächtige Bäume. Alle 20 Jahre findet hier der Höhepunkt einer 9-Jahre andauernden spirituellen Prozedur (Shikinen Sengu-Zyklus) statt. Auch die Gebäude für den Sonnengott Agematsu aus dem Holz von 300-Jahre alten Hinoki-Zypressen müssen alle 20 Jahre auf einem neuen Fundament errichtet werden, dass sich bereits vorbereitet neben den aktuellen Gelände befindet. Dabei werden etwa 100.000 Holzkomponenten ohne jeglichen Nagel oder Schrauben bzw. Metall-Teilen zusammengefügt. Diese Fläche bzw. diese Gebäude dürfen nicht fotografiert werden.




Typischer Baustil im Ise Jingu

Wir haben dann am Nachmittag in förmlicher Kleidung an einer Andacht teilgenommen, um dann in einem gesperrten Bereich (2. innerer Bereich) zu verweilen. Der 3. innere Bereich der Tempelanlage ist allein der kaiserlichen Familie vorbehalten. Uns wurde gesagt, wenn hier jemals eine deutsche Person gewesen sein sollten, kann es nur ein Bundeskanzler oder der Bundespräsident gewesen sein. Wir durften dann auch das gesamte noch unbebaute Nachbargelände für den neuen Schrein ablaufen, was dann später, im bebauten Zustand, unmöglich ist. Danach gab es dann noch eine offizielle Feier für Shinomiya Sensei, der die höchste Auszeichnung der JKA für sein Lebenswerk erhalten hat. Es ist Chef der JKA Chiba und ist der Gründungsvater des Karate-Klubs an der Universität in Ise.

Dann gab es noch ein Abendessen mit den Sempais und ab 21.00 Uhr im Zimmer der Studenten die allabendliche Teamzusammenkunft bis 1.00 Uhr.

Abendliche Teamzusammenkunft

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Gasshuku. 


 

Dienstag, 26. August 2025

Warm-up in Chiba

Aufwärmen im Sommer ist Unsinn - es ist immer warm, außer man liebt Klimaanlagen und lässt die 24 Stunden laufen. Ich bin kein Fan, gleichwohl kann ich nur hoffen, dass das Uni-Dojo in Ise auch klimatisiert ist, wie in Chiba. Anders als die meisten Dojos sonst in Japan, sind Uni-Dojos meist geräumig, haben Duschen und sanitäre Anlagen sowie Kilmaanlagen.

Die ersten Tage trainieren die beiden Unimannschaften separat. Ab Mittwoch nachmittag wird gemeinsam trainiert. In Chiba gab es 4 Tage a 3 Trainingseinheiten. 6.00 - 7.30 Uhr Jogging und Athletiktraining. Dann Karatetraining von 10.00 - 12.00 und 13.30 - 15.30 Uhr. Ich durfte das 6.00 Uhr Training schwänzen.

Ab Mittwoch geht es dann ab Nachmittag unter der Leitung von Nemoto Sensei weiter in Ise. Zum Wochenende hin, wenn alle schon etwas durchhängen oder aber voll im Saft stehen, wird es dann besonders "heiß", weil dann nach und nach die ehemaligen Studenten (Sempai´s) beider Universitäten aus allen Landesteilen dazustoßen. Diese Karateka sind besonders erfahren und werden die aktuellen Studenten fordern und fördern. Im Team der Chiba Technologie Universität trainiert seit fast 2 Jahren Dominik aus München. Ich habe vollen Respekt für seine Leistungen - insbesondere sein ungebrochener Kampfgeist sticht hervor. Es hat sich gut assimiliert, spricht mittlerweile gut japanisch und ist von allen anerkannt. Dafür musste er viel leiden. So sieht Karate-Do aus - Mühe geben und Demut zeigen. Dominik hat das wohl beschwerlichste Teilstück dieses Weges schon absolviert - einen langen Karateaufenthalt in Japan.

Heute gab es in Chiba eine Zwischenbilanz mit einem kleinen Buffet. Ich habe etwa 4kg Würste aus Deutschland, Ungarn, Polen, Italien und Frankreich, dazu Schweizer Käse, Schwarzbrot und Spreewälder Gurken nach Japan geschmuggelt, und mich so beim Team für die wiederholte Aufnahme eines alten Mannes in ihren Reihen bedankt. Ich klaue dort regelmäßig ein wenig Jungbrunnen für mich, wenn man gemeinsam mit den Anfang 20-Jahre alten Jungs trainiert.

Ganbatte kudasai in Ise. OSSU!