Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Durchschlagender Erfolg

Am Montag konnten wir nun endlich in unserer modernisierten Halle wieder das Training aufnehmen. Wir übten uns zunächst wieder ausgiebig im kihon, eben ganz nach JKA-Manier. Die Übung verschiedener renzoku waza erkannten viele von den Fortgeschrittenen gleich als Vorbereitung auf die Kata Jitte, die wir dann am Ende des Trainings mehrfach wiederholten und weiter festigten. Jens erklärte uns abermals, welche Interpretationsmöglichkeiten die Kata zulässt und wie einzelne Passagen zu verstehen sind.

Im Mittelpunkt des gestrigen Trainings standen wieder verschiedene Variationen von uraken uchi und tettsui uchi. Jens erläuterte uns anhand dieser Techniken aufs Neue den Unterschied zwischen dem federnden Schlagen auf harte Trefferflächen (etwa dem Kinn oder dem Kopf allgemein) und dem durchdringenden Schlagen auf weiche Trefferflächen (Oberkörper). Außerdem erklärte er uns, wie wir durch den korrekten Hüfteinsatz, die Drehung des Handgelenks und der Auswahl der richtigen "Waffen" bzw. der Punkte, mit denen man auf das Ziel schlägt, die Technik effektiver machen kann. Im Anschluß übten wir uns im gohon- und sanbon kumite sowie in den Kata Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan und Heian Yondan.

Ansatzlos zu schlagen ist eine der Voraussetzungen, um erfolgreich kämpfen zu können. Während sich beispielsweise mae geri + oi zuki aus jiyû kamae relativ leicht und ohne Ausholbewegung ausführen lässt, stellt sich das bei mae geri + gyaku zuki ebenfalls aus jiyû kamae ganz anders dar. Mit der richtigen Haltung der Arme kann man dieses Problem jedoch relativ einfach lösen und erreicht einen fließenden Übergang zwischen den beiden Techniken, ohne dem Gegner vorher die eigene Absicht zu verraten bzw. unnütze Bewegungen auszuführen.


Heian Sandan ausgeführt von Osaka Sensei

Das die Heian Kata wichtig zur Ausbildung der unserem Stil zugrundeliegenden Bewegungen, Techniken und Kampfprinzipien ist, wird bei uns bereits den Anfängern vermittelt. Auch im Training der Fortgeschrittenen wenden wir viel Zeit auf, um uns in diesen fünf Kata immer weiter zu verbessern sowie die dahinterstehenden Prinzipien zu erkennen und zu verinnerlichen. Beim Training der höheren Kata zahlen sich diese Erkenntnisse dann erneut aus. Nachdem wir uns seit einigen Monaten intensiver in den "zusammengehörigen" Kata Heian Sandan und Jion übten, widmen wir uns ab nächste Woche nun verstärkt Heian Godan und Empi. Diese "Kata-Paare" zu trainieren macht aufgrund ihrer vielen Gemeinsamkeiten nicht nur aus didaktischer Sicht großen Sinn; die Parallelen zwischen diesen und anderen komplementären Kata zu erkennen führt uns schließlich auch zu einem tieferen Verständnis des Wesens dieser Kata.

Also, stellt euch für Freitag nochmal auf die oben genannten Kata (und eine Liegestütz-Session) ein ;-)

Oss

Samstag, 28. November 2009

Rund wie eine Scheibe

Der Titel dieses Posts bezieht sich auf das, was Jens uns heute zur Ausführung von yoko mawashi uraken und tate mawashi uraken erklärt hat. Die Position von Schulter und Ellbogen sowie der Weg der Faust entscheiden darüber, ob die Technik richtig und mit entsprechender Durchschlagskraft im Ziel landet.

Im Kihon-Training übten wir uns zunächst an diesen beiden Techniken im Stehen, danach in verschiedenen Kombinationen (soto uke+yoko empi uchi+tate mawashi uraken+ gyaku zuki; yoko mawashi uraken + tate mawashi uraken aus kiba dachi usw.) und schließlich mit Partner (kata uke + tate mawashi uraken usw).


Weiterhin übten wir, wie uraken als wirkungsvoller Konter in Verbindung mit tai sabaki gegen zuki funktioniert, welche unterschiedlichen Anwendungen sich für tate mawashi uraken und yoko mawashi uraken aufgrund ihrer Reichweite ergeben und wie sich bestimmte Sequenzen aus Heian Sandan und Gangaku praktisch anwenden lassen (also quasi bunkai).

Gewissermaßen war das heutige Training eine Weiterführung von Mittwoch und am Ende hatte wieder jeder - diesmal einschließlich Jens ;-) - etwas dazugelernt.

Kommenden Montag findet wieder in der Halle der Geschwister-Scholl-Schule Training statt, da die Bauarbeiten beendet wurden. Endlich wieder dreimal Training in der Woche :-)

Zuvor wünsche ich euch aber ein schönes Wochenende und einen gemütlichen 1. Advent!

Oss

Mittwoch, 25. November 2009

der rote Faden

Das Training am Mittwoch zeichnete sich wieder durch eine hohe Zahl an Wiederholungen, das klare Trainingsziel von Jens - obwohl es vielleicht nicht alle im ersten Moment geblickt haben - und die Erkenntnis aus, dass zum "richtigen Kämpfen" weit mehr gehört als nur Schnelligkeit und Kraft. Den Schwerpunkt bildete kizami zuki, einzeln oder in Kombination mit tate- bzw. yoko uraken oder gyaku zuki. Jens wies und dann auch mehrmals darauf hin, bei kizami zuki nicht unsere hikite zu vergessen... deren Wichtigkeit steht ja wie wir alle wissen außer Frage. Ich persönlich fand diese Übungen auf jeden Fall super, da - auch wenn ich mich besonders am Anfang und später noch oft schwer tat - sie für mich doch kämpferischen Wert hatten.

Erschöpft aber zufrieden :-)

Indem wir die Entfernung zum Partner Stück für Stück vergrößerten und damit die Übungen immer schwieriger gestalteten, zeigte sich wie wichtig das Zusammenspiel von Beinen und Armen bzw. Unter- und Oberkörper und die Art, sich an den Partner anzunähern, ist. Die anschließenden kihon ippon kumite und jiyû ippon kumite Übungen machten schnell deutlich, dass einige von uns einschließlich mir noch viel an unseren tai sabaki Bewegungen arbeiten müssen. Alles in allem hat heute wieder jeder etwas für sich mich nach Hause genommen und weiß, womit er sich die nächste Zeit intensiver beschäftigen kann.

Noch fit und zufrieden :-)

Das Video zeigt Naka Sensei mit verschiedenen Techniken, die er im Vorfeld zum Filmdreh von kuro obi (Black Belt) demonstrierte. An einigen Stellen sind auch ähnliche Kombinationen wie wir sie heute geübt haben zu sehen, darunter etwa oi zuki + uraken uchi (ab 2:28).



Also, freuen wir uns auf das Training am Freitag. Bis dahin!

Oss

Nachgeladen

Ich habe gerade die Alben gasshuku Prachatice 2009 und gasshuku Konstanz 2009 noch um ein paar wenige Bilder von meiner vielmals belächelten "Einwegkamera" bereichert und diese unter die bereits hochgeladenen Fotos gemischt.


Oss

Es ist Mittwoch...

... das Dôjô ruft!


Ogata Sensei in Aktion

Bis heute Abend ;-)

Oss