Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Winterlehrgang mit Akita Sensei

Am 16. Januar fand im Sakuragaoka-Dôjô in Limburg wieder der Winterlehrgang von Akita Sensei statt, der gleichzeitig den Abschluss seines diesjährigen kangeiko bildete. Viele karateka aus Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern reisten an, um unter Akita Sensei und den Gasttrainern Fukushima Toyofumi und Shimizu Keigo zu trainieren.


Akita Sensei ist für die meisten von euch bereits eine bekannte Größe in unserer Karatewelt. Als Absolvent der legendären Takushoku-Universität genoß er eine der sicher härtesten und besten Karateausbildungen im "Takudai Karate Club". Akita Sensei unterrichtet solides, starkes Karate ohne Schnirkel, geht bei seinen Erklärungen of tief ins Detail und lässt danach alles mit sehr vielen Wiederholungen üben. Ich schätze Akita Sensei als Mensch und Lehrer sehr und kann nur jedem empfehlen, sein Training zu besuchen. Wie im letzten Jahr, holte er sich auch diesmal Verstärkung und lud zwei erfahrene Karateka als Instruktoren ein. Beide sind inzwischen zu sehr guten Freunden von mir geworden und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, sie euch kurz vorzustellen.

v.l.n.r.: Fukushima Sempai, Akita Sensei, Shimizu Sempai
Fukushima Senpai begann begann 1984 mit Karate in der High-School und studierte später an der Reitaku-Universität, wo er unter Oishi Takeshi Sensei weiter trainierte. Nach einer erfolgreichen Wettkampfzeit, gründete er im Jahr 2005 eine JKA-Niederlassung in Peking, wo unser Freund Roi momentan aktiv ist. Seit 2013 lebt und arbeitet Fukushima Sempai in Belgien und besucht regelmäßig Düsseldorf und Umgebung.  

Shimizu Sempai ist Absolvent der Dokkyô-Universität in Tôkyô, deren Name den meisten von euch bereits durch Fujinaga Sensei bekannt sein dürfte. Dort trainierte er unter Osaka Sensei und später unter Naka Sensei, bis er nach Deutschland zog. Heute lebt er in Oberhausen, arbeitet in Düsseldorf und trainiert im Dôjô Arawashi Bottrop unter Ochi Sensei. Gleichzeitig hat Shimizu Sempai vor knapp 2 Jahren als Trainer im Yamato Dôjô Düsseldorf eine wichtige Aufgabe übernommen und unterrichtet dort einmal in der Woche die Fortgeschrittenen. 


Beim Lehrgang in Limburg fand das Training jeweils in 2 Gruppen statt, einmal bis 4 Kyû und einmal ab 4. Kyû bis Danträger. Zur Eröffnung gab Akita Sensei die erste Einheit mit Schwerpunkt Kihon. Wir konzentrierten uns dabei auf Einzeltechniken sowie uke&gyaku zuki Kombinationen. Der richtige Weg der Faust von der Hüfte ins Ziel und zurück, die der jeweiligen Aktion angemessene Verlagerung des Körperschwerpunktes sowie die zeitliche Synchronisation der Hüftbewegung verlangten unsere volle Konzentration.


Ab der dritten Einheit wurden die Gruppen aufgeteilt. Diesmal ging es mit Schwerpunkt um kumite. Während Shimizu Sempai die höheren Kyû- und Dangrade ordentlich ins Schwitzen brachte, kümmerte sich Fukushima Sempai um die unteren Kyû-Grade mit mir als Übersetzer. Die jungen Karateka sollten zunächst im Stand lernen die Angriffsrichtung (jôdan/ chûdan) richtig zu unterscheiden, während ihre Partner jeweils sauber mit age uke und gedan barai kontern sollte. Später wurden die Übungen komplexer und die Geschwindigkeit erhöht. Am Ende wurde gohon kumite mit wechselten Partnern wiederholt, bis alles (vor allem der kiai) passte.


In der letzten Einheit stand Kata auf dem Programm. Auch diesmal war ich wieder Fukushima Sempai zugeteilt, der den Schwarzgurten die Feinheiten der Kata Gankaku näher bringen wollte. Obwohl sich sein Unterricht auf der JKA-Ausführung orientierte, zeigte er immer wieder erklärte er immer wieder Unterschiede zur Ausführung der WKF, SKI und anderen Verbänden. Leider war die Zeit schnell vorbei, doch sicher haben alle genügend Informationen mit nach Hause genommen, um diese in ihren eigenen Dôjô zu vertiefen. 



Der Abend klang dann in einem nahegelegenen Gaststube mit deftiger Kost, kühlem Bier und viel Spaß aus, bevor wir wieder die Heimreise nach Düsseldorf antraten. Ein dickes Dankeschön geht an Stefanie und alle, die diesen Lehrgang organisatorisch ermöglicht haben, sowie natürlich an Akita Sensei, Fukushima Sempai und Shimizu Sempai für ihre Unterweisung.

OSS

Donnerstag, 14. Januar 2016

old school JKA KARATE never dies... hopefully

Auf Youtube lassen sich neuerdings viele ältere Videos aus "dem goldenen Zeitalter des JKA-Karate" finden. Ich habe euch hier mal ein paar Mitschnitte aus dem Honbu (damals noch in Ebisu) verlinkt. Viel Spaß bei Anschauen!

Ogura Sensei und Hanzaki Sensei üben kihon ippon kumite

Abe Sensei unterrichtet kihon

Richard Amos und Yahara Sensei beim randori

kakari keiko
Oss

Mittwoch, 13. Januar 2016

The Folk Dances of Shotokan

Um die Weihnachtszeit fand ich zu Hause eine Notiz zwischen meinen Uni-Unterlagen, auf der stand nur geschrieben "Tipp von Jens: Kata-Buch von Rob Redmond". Da mich diese Notiz nach so langer Zeit neugierig machte, recherchierte ich kurz im Internet und wurde auch gleich fündig. 
Unabhängig davon, dass es eine Empfehlung von Jens zum Thema Kata und damit schon einmal sicher lesenswert ist, schürt auch das Inhaltsverzeichnes dieses Buches viel Neugier in mir. 

Introduction                                                     8
East and West                                                  12
War Dances                                                      15
China                                                                   17
 Gongfu Experts                                              20
Okinawa                                                             23
Masters of Toudi                                            25
The Purpose of Kata                                     28
So Many Kata, So Little Time                     33
The Shotokan Canon                                    42
Kata Are Required                                         46
Kata Specialization                                         49
The Myth of Shorin and Shorei Kata              53
Kata Names                                                      57
Kata Names                                                      61
Dr. Schmeisser                                                64
The Kata Database                                         67
 Enbusen                                                            72
Dai and Sho                                                       77
Competition Kata                                           80
A New Old View of Kata                               82
The 23 Principles of Excellent Kata          86
Principle 1: Dress to Play                             88
Principle 2: Dramatic Rhythm                    93
Principle 3: Reasonable Pace                     95
Principle 4: Look Before Turning              97
Principle 5: Fix the Eyes                            98
Principle 6: Turn Without Leaning            100
Principle 7: Coordination and Isolation  101
Principle 8: Train Across Transitions        103
 Principle 9: Kiai With Confidence            104
 Principle 10: Posture of a Model             107
Principle 11: Strong Flexible Stance        109
Principle 12: Precision and Accuracy       113
Principle 13: Consistency                             115
Principle 14: Complete Motion                 117
Principle 15: Breath Control                       118
Principle 16: Swift Feet                                120
Principle 17: Know the Line                        122
Principle 18: Approach without Concern 124
Principle 19: Accept Imperfection           126
Principle 20: Swing the Hips                       128
Principle 21: The Geometry of Bonsai    130
Principle 22: Nail the Climax                       132
Principle 23: Start Clean and Finish Strong 134
Heian                                                              136
Heian Shodan                                                  142
Heian Nidan                                                      147
Heian Sandan                                                   152
Heian Yondan                                                  157
Heian Godan                                                    163
Tekki                                                                168
Tekki Shodan                                                   172
Tekki Nidan                                                       176
Tekki Sandan                                                    181
Bassai-Dai                                                          186
Bassai-Sho                                                         196
Kanku-Dai                                                          203
Kanku-Sho                                                        217
Jion                                                                      225
Jiin                                                                        233
Jutte                                                                    240
Enpi                                                                      247
Hangetsu                                                           253
Gankaku                                                             261
Chinte                                                                 267
Sochin                                                                 273
Nijushiho                                                           282
Meikyo                                                               288
Gojushiho-Dai                                                 293
Gojushiho-Sho                                                301
Unsu                                                                    310
Wankan                                                              318
Appendix I. Ways to Train Kata                 322
Appendix II. Known Issues                         324
Bibliography                                                     327
Net.ography                                                     328
Index                                                                   330

Wer von euch jetzt auch Interesse bekommen hat, der kann sich das Buch hier im PDF-Format kostenfrei herunterladen. Genau das richtige für die kalte Jahreszeit oder als Lektüre, während man eine Erkältung auskuriert :)

OSS

Kaum zu glauben...

... das hier seit unserem gasshuku in Lübars vergangenes Jahr nichts mehr gepostet wurde. Asche auf mein Haupt! Ich verspreche euch, unseren Blog ab jetzt wieder zu beleben. 

Beginnen möchte ich mit einem Ausblick auf bevorstehende Lehrgänge. 

Vom 4.-6. März findet in Dresden der 2. und wohl vorerst auch letzte Takudai-Lehrgang statt. Neben SKI-Instruktoren wie Murakami Sensei und Asano Sensei werden auch Naka Sensei und Nakayama Takeo Sensei von der JKA zu Gast sein. Ich habe mich übrigens schon angemeldet. Nähere Informationen zum Lehrgang findet ihr hier

Im April steht wieder unser 7. gasshuku in Lübars an, momentan geplant für den 22.-24. April.  

Das diesjährige Kata-Spezial wird erneut von Schlatt ausgerichtet und findet vom 5.-8. Mai im schönen Tauberbischofsheim statt. Erste Informationen findet ihr hier, sobald Einzelheiten zu den Gasttrainer(n) aus Japan bekannt sind, gebe ich hier Bescheid.

Anders als in den vergangenen Jahren, wird das gasshuku czech republic diesmal vom 2.-6. Juli ausgerichtet. Ich konnte leider noch keine genauen Einzelheiten ausfindig machen, werde aber alle Neuigkeiten hier mitteilen. 

Vom 1.-5. August findet in Konstanz das große DJKB Sommer gasshuku statt. Informationen zu den Instruktoren usw. teile ich euch hier mit, sobald ich mehr weiß.

Falls jemand von euch plant, einen dieser Lehrgänge zu besuchen, dann können wir uns ja austauschen und ggf. eine gemeinsame Teilnahme planen. 

Soweit so gut...

OSS

Montag, 18. Mai 2015

6. Fujinaga Gasshuku in Lübars (2015)

Auch in diesem Jahr fand sich wieder eine Gruppe - überwiegend Wiederholungstäter - unserer beiden Vereine in Lübars ein. Bei schönen aber recht kühlem Aprilwetter reisten 7 karateka aus Leipzig und 10 karateka (inklusive Thomas) aus Berlin an, und wie üblich absolvierten wir schon am Freitag Abend ein 90 Minütiges Einstimmungstraining. 

Alle Teilnehmer des 6. Fujinaga Gasshuku
Den technischen Schwerpunkt bildete diesmal hangetsu dachi, eine Stellung, die abgesehen von der gleichnamigen kata hangetsu sowie einigen anderen kata im Shotokan kaum praktische Anwendung findet, ganz zu Schweigen vom kumite, wo sie zwar von ihrer Funktion her oft praktiziert wird, aber zumindest selten beim Namen genannt wird.

Zuerst übten wir also die Grundlagen des hangetsu dachi von der richtigen Fußstellung bis hin zur Lage des Körperschwerpunktes. Im Anschluss bewegten wir uns in hangetsu dachi vorwärts und rückwärts, erst ohne und später auch mit Block- und Stoßtechniken. Als nächstes galt es freiere Block-/Konterbewegungen aus hangetsu dachi mit suriashi, yoriashi und/oder taisabaki auszuführen. Dabei ermahnte uns Thomas immer wieder zur freiwilligen Selbstbeschränkung, also genauer gesagt dazu, die Kürze der Stellung in Verbindung mit der stärkeren Innenspannung bei jeder Aktion beizubehalten. Warum diese "gespannte" Position so wichtig ist, können sich die meisten JKA-karateka zwar jetzt schon denken, aber dazu später mehr.   


In Windeseile vergingen die ersten einenhalb Stunden und wir fanden uns zum gemeinsamen Abendbrot in den uns inzwischen gut vertrauten Räumlichkeiten ein. Wie in den Jahren zuvor stärkten wir uns an einem reichlichen und schmackhaften Buffet. Das erste Bier ging runter wie Öl und wenig später machten wir es uns unter einem fantastischen, sternenklaren Nachthimmel um das wärmende Lagerfeuer vor unseren Bungalows gemütlich. 


Obwohl es den meisten von uns sehr schwer fiel, sich aus ihren molligen Schlafsäcken zu pellen und in die morgendliche Frische unter strahlend blauem Himmel zu treten, war der kleine Kälteschock spätestens beim Frühstück mit Kaffee, Brötchen, Rührei, Obst und Nutella wieder vergessen. Um 10 Uhr starteten wir dann mit 6 Trainingseinheiten von je 45 Minuten, dazwischen 10-15 Minuten Pause und einer längeren Mittagspause. 


Thomas baute das Training wie gewohnt sehr systematisch und didaktisch gut durchdacht auf. Wir knüpften an die Übungen vom Vorabend an und begannen mit kihon aus hangetsu dachi im Stand und in der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung. Mit gohon kumite - ebenfalls in hangetsu dachi - übten wir, die Stellung auch gegen den Druck eines Angreifers kurz und nach innen gespannt zu halten. Schon bei unfreien kumite Formen (kihon ippon kumite) oder auch halbfreien Formen (jiyû ippon kumite) ist eine Tendenz zu viel zu großen Rückwärts- bzw. Ausweichbewegung zu beobachten. Oft müssen Abstand & Ausrichtung zum Angreifer danach umständlich neu eingestellt werden, was zusätzliche Zeit kostet und gegen einen starken& schnellen Gegner im jiyû kumite (und auch im echten Kampf) die Niederlage bedeuten kann. 


Gemäß dem JKA-Prinzip "Das Ende einer Technik bildet den Anfang der nächsten Technik", sollte es unser Ziel sein, mit dem Abschluss der Parade des gegnerischen Angriffs bereits alle Ausgangsbedingungen für unseren eigenen Gegenangriff geschaffen zu haben. Das schließt die ideale maai, einen günstigen Angriffswinkel sowie die Vorbereitung der eigentlichen Kontertechnik mit ein. Je mehr Zeit&Aufwand zwischen der eigenen Parade und dem eigenen Konter liegt, desto geringer sind die Chancen aus der Begegnung siegreich hervor zu gehen. Wird dieses Prinzip schon in den unfreien und halbfreien kumite-Formen nicht verstanden und richtig praktiziert, wird man im jiyû kumite kein vernünftiges Niveau erreichen können.


Eine ganz wesentliche Rolle spielt dabei die Position des hinteren Beines. Setzt man bei taisabaki den hinteren Fuß zu weit zurück oder zur Seite, muss über einen Zwischenschritt o.a. Bewegungen nachjustiert werden, um den Gegner zu erreichen. Um das zu verhindern, kann das Gefühl von hangetsu dachi, d.h. kürzerer Abstand zwischen beiden Füßen und Innenspannung des Unterkörpers (shime) extrem hilfreich sein. Damit vermeidet man ein zu weites Öffnen der Stellung, durch das man zumindest kurzzeitig sehr eingeschränkt oder bestenfalls nur noch mit den Armen - agieren kann. 

Obwohl wir verstanden um was es ging und beim langsamen Üben alles ganz passabel funktionierte, merkten wir schnell, wie schwer es uns fiel dieses Prinzip jedes Mal richtig im Eifer des Gefechts umzusetzen. Oft machte nur eine Fußlänge einen großen Unterschied aus, daher lautete die Devise "so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich". Den ganzen Tag übten wir uchikomi mit wechselnden Partnern, versuchten, den Angriffen des Gegners durch geschickte Bewegungen im letzten Moment zu entgehen, ansatzlos und direkt in den Konterangriff über zu gehen und danach wieder eine angemessene Position einzunehmen, um schnell nachsetzen zu können oder falls nötig auf einen weiteren Angriff unseres Gegner reagieren zu können... einfach gesagt, zanshin zu behalten. 

Für die letzte Einheit des Tages legten wir Zahn- und Faustschutz an. Auf zwei kleinen Kampfflächen sollten wir versuchen, dass vorher geübte unter scharfen Bedingungen im jiyû-kumite umzusetzen. Jeder hatte 4 x 2 Minuten zu absolvieren. Das Übertreten der Kampffläche wurde gezählt und wer am Ende der 2 Minuten öfter den Fuß außerhalb der Kampffläche gestellt hatte, musste für weitere 2 Minuten kämpfen. Es ging konzentriert und konsequent, aber auch immer  kontrolliert zur Sache. Selbst Thomas stellte sich in den Ring und demonstrierte eindrucksvoll, was er von uns erwartete. Am Ende hatte jeder mehrmals ausgeteilt und auch etliche Treffer einstecken müssen. Die gegenseitige Manöverkritik war konstruktiv und ehrlich. Sicher hat auch jeder für sich Erkenntnisse gesammelt und ausgiebig über seine Leistung reflektiert. 

Erschöpft, aber unverletzt ging es wieder zurück zu unseren Bungalows. Dort durften wir unsere Geschicklichkeit beim Leitergolf noch einmal unter Beweis stellen. Die hochmotivierten Teilnehmer lieferten sich spannender Duelle, konnten aber am Ende nicht verhindern, dass ich den Titel des Lübars-Leitergolfchampion 2015 errang. Nach Spielende machten wir uns hungrig auf den Weg zum Abendessen und absolvierten zeitgleich ein lockeres age-uke-Spezialtraining. Ein Frühlingssturm wenige Wochen vor unserem gasshuku bescherte uns diesmal mehr aus genügend Feuerholz und auch das Wetter ließ uns trotz widersprüchlicher Vorgersage nicht im Stich. So verbrachten wir einen weiteren Abend gemütlich mit Gittarrenmusik, Knüppelkuchen und einer mediteranen Schlemmerplatte am Lagerfeuer.


Der Sonntagmorgen begann gemächlich: Aufstehen, Packen, Bungalows ausräumen und frühstücken. Ganz traditionell widmeten wir uns in der letzten Trainingseinheit einer kata, und es lag auf der Hand, welche es werden sollte. Weil den Fortgeschrittenen hangetsu zwar bekannt war, die meisten Anfänger aber noch nichts damit zu tun hatten, übten wir zunächst alle Passagen einzeln und setzten diese nacheinander zusammen. Thomas ging auf alle wichtigen Details ein, bis schließlich jeder den Ablauf verinnerlich hatte und alle gemeinsam die kata von Anfang bis Ende laufen konnten. Ein runder Abschluss eines schönen und lehrreichen gasshuku


An dieser Stelle wieder ein dickes Dankeschön an Thomas für die Organisation, die Planung des Training und Freizeitprogrammes sowie an alle Teilnehmer für ihren Beitrag zum Gelingen unseres kleinen aber feinen Fujinaga gasshuku. Bis zum Wiedersehen nächstes Jahr in Lübars!

OSS