Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

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Donnerstag, 18. Oktober 2018

Tag 8 Nihon 2018

Ich habe meine Körpersignale überhört und bin zum Morgentraining in Honbu-Dojo gegangen. Naka Sensei wollte uns mit Heian Yondan zu den unterschiedlichen Belastungen der Füße sensibilisieren. Dazu gab es zunächst Dachi-Training. Ferner betonte er, dass bei fast allen Blocktechniken die Ellenbogenposition im Verhältnis zum Körper identisch ist – viele Trainingsteilnehmer öffneten den Kakiwake Uke zu viel, dadurch wird dann die Stellung für den folgenden Maegeri + Oizuki zu instabil. Immer wieder ein Dauerbrenner – das richtige Drehen der Füße bei Richtungsänderungen – hier insbesondere die 3. und 11. Bewegung in Heian Yondan.
Die Instructoren draengeln schon wieder
v.l.n.r Oishi, Shiina, Naka, Hirayama, Iyumiza verdeckt vom Schlatt, Imamura, 
Nach einer Fahrradtour durch Shinjuku und Hatagaya ging es dann nach Saitama an die Dokkyo Universität. Diese Uni verbindet mich mit Fujinaga Sensei, der hier studiert hat.
Dokkyo Unimannschaft vor ca. 50 Jahren mit Ochi und Fujinaga Sensei
Als ehemaliger Dokkyo-Student leitet Okuma Sensei das Uni-Dojo. Obwohl ich genau gewusst habe, was mich hier erwarten wird, habe ich am Training teilgenommen. Für alle, die so etwas mal probieren wollen, folgender Hinweis: Uni-JKA-Karatetraining weicht ab von sonstigem JKA-Training – und zwar folgendermaßen – alle Übungen haben Speed als Schwerpunkt – das Training ist wettkampforientiert. Das Training dauert zumeist länger als gewohnt – hier 2 ½ Stunden. Man trainiert ausschließlich mit Studenten – also sehr jungen Leuten. Man sollte auf jeden Fall Seiken- und Mundschutz dabei haben. Wieder eine Grenzerfahrung für mich, teilweise jenseits meiner Leistungsfähigkeit, die ich in aller Bescheidenheit noch als gut bezeichne. Schön anzusehen war, das die Unimannschaft mittlerweile starke und mehr Studenten hat – vor Jahren gab es Nachwuchsprobleme. Das Uni-Dojo ist phänomenal groß für japanische Verhältnisse, es gibt eine Umkleide und Duschen - auch eine Ausnahme. In der Budohalle trainierten zeitgleich auch Judo und Aikido. Sandsäcke und Makiwara – alles vom Feinsten.

Nach der Dehydrierung sind wir noch mit den Studentensenpai in ein Ramenrestaurant unweit der Wohnung von Okuma Sensei gegangen. Dort wird im Kyoto-Style gekocht. Der Sensei stammt aus Kyõto und die Kansai-Region um Osaka, Kõbe, Kyõto ist bekannt für besonders leckere Varianten von japanischem Essen.

Übrigens eignet sich eine Japanreise in Verbindung mit JKA-Training und Fahrradfahren auch als Diättour - 8 Tage - 5 Kilo. Und ich habe noch 5 Tage vor mir!

Für mehr aktive Teilhabe am Geschehen kann man sich meine Webseite anschauen – ich „missioniere“, natürlich nur auf Wunsch, in Sachen JKA-KARATE – aber das von Herzen www.jka-training.de

Exkurs    Fahrradfahren in Tokyo
Ich leihe mir für rund 4 € ein Fahrrad mit Elektrounterstützung und fahre Kreuz und Quer. Als Fahrradfahrer kann man hier gegen fast alle Regeln verstoßen z. B. bei Rot fahren und gegen die Fahrtrichtung und auf Bürgersteigen sowieso – nur die Parkplatzsuche ist Übermaßen reglementiert. Mittlerweile gibt es sogar gezeichnete Fahrradspuren auf den Straßen und bisweilen sogar Fahrradwege – insbesondere auf den vorgelagerten Inseln. Ich kann Fahrradfahren hier empfehlen. Sehr preiswert, unkompliziert und ungefährlich und man lernt Stadt und Leute besser kennen.

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