Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Montag, 30. April 2018

Shihan Yoshihiko Tokuno in Krefeld


Das Nakayama-Dojo in Krefeld hatte zum 30. Dojo-Jubiläum Tokuno Sensei aus Osaka und Akita Sensei eingeladen – beide sind Absolventen der Takushoku Universität in Tokyo.

Tokuno Sensei mit Goshoshiho Sho © Nakayama-Dojo Krefeld
Nachdem ich erstmals im November 2016 im Dojo von Tokuno Sensei trainieren durfte, war es für mich eine Art Pflicht, nach Krefeld zu fahren und wieder unter den Augen von Tokuno Sensei zu trainieren.
Ein Klasse Dojo in Krefeld unter Leitung von Erwin Querl Sensei.

Im Schlepptau von René Winkler, der für Tokuno Sensei dolmetschte, konnte ich bereits Freitagabend am Dojo Training teilnehmen – insgesamt sollten es dann bis Sonntagmittag 8 Trainingseinheiten unter Tokuno Sensei werden. Ich hatte hohe Erwartungen und sie wurden allesamt erfüllt.

Tokuno Sensei hat eine sehr spezielle Art Training zu geben http://fujinaga-dojo.blogspot.de/2016/11/tag-8-nihon-2016.html .

Er konnte mich wieder inspirieren und ich konnte, was einem wohl selten gelingt, über meine Leistungsgrenze hinweg gehen – mich selbst besiegen. Dafür bekam ich im Training viel Aufmerksamkeit vom Sensei.

Technisch weicht Tokuno Sensei in einigen Punkten ab vom JKA-Standard – das konnte ich schon in Osaka sehen. Er weist aber ausdrücklich daraufhin und zeigt spezielle Takushoku-Interpretationen, an denen er bis heute festhält.
Das Kihon-Training ist sehr ausgeprägt – meist geht es um Basis-Techniken – doch gerade hier vermag man nicht zu schummeln und jeder Fehler wird vom Sensei erkannt.
Die meisten Defizite, die man in den Bereichen Kata und Kumite hat, finden ihren Ursprung in mangelhaften Grundtechniken.

Trotz und gerade auch wegen vieler Wiederholungen legte der Sensei großen Wert darauf, dass man im Oberkörper entspannt arbeiten muss und nur am Ende der Technik ein kurzes aber kräftiges Kime entwickelt. Ein Dauerbrenner für mich wie für alle anderen. Zu schwach hingegen sind unsere Bewegungen aus dem Unterkörper. Hier besteht insbesondere für das Kihon großer Trainingsbedarf.

Im Bereich Kata gab es Unterweisungen zu Bassai Dai, Jion und Goshoshiho Sho. Eindrucksvoll demonstrierte Tokuno Sensei die Kata und zeigte klares und einfaches Bunkai.

Die körperliche und akustische Präsenz von Tokuno Sensei im Training sucht seinesgleichen - das bestätigten mir auch meine japanischen Karatefreunde Keigo Shimizu und Seiji Goto, die ich auf dem Lehrgang treffen konnte. Dank der professionellen Übersetzung von René Winkler ging auch keine Information verloren.

René in Action © Nakayama-Dojo Krefeld
Ich werde wohl wieder nach Osaka fahren müssen – Training bei Tokuno Sensei ist eine Grenzerfahrung, die mein Karate-Do bereichert.

Yamato Dojo Abordnung mit den Sensei

Akita Sensei, René, Tokuno Sensei, Seiji Goto

Freitagabend im Nakayama-Dojo

Auf der Heimfahrt  - Trainingsnotizen machen !!!

Montag, 9. April 2018

sen-no-sen - ein Vorschau auf das 9. Fujinaga Gasshuku


Oft verzettelt man sich als Trainier und verlangt zu viele Dinge auf einmal vom Schüler. Seit vielen Jahren bemühe ich mich deshalb, dem Fujinaga-Gasshuku jeweils einen Trainingsschwerpunkt zu widmen. Zudem bietet ein solches Trainingswochenende die Möglichkeit, kompakt und in vielen Trainingseinheiten innerhalb kurzer Zeit, einer Thematik auf den Grund zu gehen.
Für die meisten Teilnehmer entspricht das Trainingspensum des Gasshuku etwa 3 Wochen normales Training - hier verdichtet auf ca. 36 Stunden.

Zur Erinnerung - das waren unsere Schwerpunkte z.B.:
2010 - kamae; 2011 - ashi barai; 2012 - Kumite-Formen; 2013 - Ma-ai; 2015 - hangetsu dachi; 2016 - tai-sabaki; 2017 - irimi.

2018 wollen wir uns ausgiebig mit dem sen-no-sen - Prinzip beschäftigen.
Was ist der prinzipielle Unterschied zu go-no-sen? Welche Übungen helfen uns zum Erlernen dieses Prinzips? Welche Anregungen geben uns die Kata? Wie entwickeln wir aus Kihon-Bewegungen freie Bewegungen, um sen-no-sen umsetzen zu können?

Im Jiyu-Ippon-Kumite und später auch im Shobu Ippon kann man beobachten, dass Karateka Angriffe überwiegend go-no-sen Konterbewegungen entgegen setzen. Das ist zu einseitig und komfortabel für den Angreifer.

Auf Lehrgängen und Wettkämpfen kann man beobachten, dass bei sen-no-sen Bewegungsmuster aus dem go-no-sen abgespult werden.
Da werden verschiedene Dinge miteinander vermengt, mit einem meist unbefriedigenden Ergebnis.
Daran wollen wir arbeiten. OSS - Hajime 20.04.2018




Montag, 15. Januar 2018

24. Intensivlehrgang Risto Kiiskilä Sensei


Mein Karate ist lebensbegleitend – es ist daher nur konsequent, in das neue Jahr 2018 mit dem Intensivlehrgang bei Risto Kiiskilä Sensei in FFM Sossenheim zu starten.

Alle anderen Dinge können und müssen sich gedulden.

5 Tage lang mit 4-5 Stunden Training täglich stellen – insbesondere nach den Feiertagen - eine Herausforderung dar. Umso leichter fällt einem alles danach.

Mehr Abwechslung brachten dieses Jahr 4 Karateka aus Finnland – gute Leute – es wird Zeit für die Aufnahme Finnlands in die JKA-Family – der weiße Fleck in Skandinavien in punkto JKA.

Kiiskilä Sensei gibt den anwesenden Prüfungskandidaten klare und individuelle Hinweise für das weitere Training, um dann erfolgreich an der DAN-Prüfung teilzunehmen.

Dabei fallen klare und bisweilen auch harte Worte – das wissen und schätzen aber aller Teilnehmer, die den Weg Anfang des Jahres in das IPPON-Dojo finden.

Nachdem Motto – „In der Prüfung zeigt man nicht was man kann, sondern was verlangt wird“ setzt der Sensei die Schwerpunkte der Prüfung in Kihon, Kata und Kumite gemäß der Prüfungsordnung. Neben den Prüfungskombinationen wurden vornehmlich Tekki Shodan und Bassai Dai sowie Jiyu-Ippon Kumite praktiziert. Dazu gehört auch, dass sich Kandidaten vor allen Teilnehmern bewegen müssen und Kritik erfahren und dass sich die Teilnehmer untereinander korrigieren.

In den Schwarzgürtel-Einheiten wurden dynamische Bewegungsabläufe mit effektiver Kraftübertragung trainiert – frei nach dem Motto: „Es ist nicht die Aufgabe des Muskels, stark zu sein, sondern zu funktionieren“ – richtige Atmung inklusive.

Im Kata Bereich ragte das Üben von Bassai Sho, Chinte und Meikyo heraus. Mit der gewohnten körperlichen Härte wurden die Partnerübungen absolviert.
Dieser Lehrgang bei Risto Kiiskilä Sensei verdient die Bezeichnung „Gasshuku“. Nach dem Training wird sich lange unterhalten, keiner läuft weg, es wird auch zusammen gekocht und gegessen und die Mehrzahl der Teilnehmer übernachtet im Dojo – so entsteht eine Gemeinschaft.
Ich hoffe deshalb auf noch viele Wiederholungen.
Danke Risto Sensei – wir sehen uns zum 10. Berlin Special Lehrgang zu Pfingsten in Berlin.