Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

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Freitag, 15. November 2019

Nihon 2019 Tag 7

Nemoto Shihan hat mir gestern einige wenige Dinge mit auf den Weg gegeben und meinte, ich solle diese heute Vormittag selbständig üben. Gesagt - getan.
Solch eine Einzelunterrichtung hat es in sich, aber etwas Wertvolleres gibt es nicht. Der Sensei kann sich auf den einzelnen Schüler konzentrieren. Und so bekam ich ein paar technische Details vermittelt, die so bislang in meinen 35 Jahren Karate-Do noch niemand gesagt hat. Die Umsetzbarkeit steht im Widerstreit mit körperlichen Defiziten - aber es zu wissen kann nicht schaden. Vielleicht bekomme ich meinen Körper doch noch umerzogen. Ein Standarddefizit ist zuviel Vorspannung im Oberkörper.
Auch der Haushund akzeptiert mich jetzt und bellt mich nicht mehr an wie den Paketboten - hier morgens eine Begrüßung am Fenster
Über die Mittagszeit und Nachmittags habe ich die Umgebung mit dem Fahrrad erkundet. Dank Google-Maps gibt es ja genügend Empfehlungen und die Route dahin.
Tempel allenthalben 
Schöne alte Wohnanlage zum besichtigen - ohne Eintritt

Unterwegs kreuzte sehr tief ein Militärflugzeug und dann sprangen mehrmals 10 - 20 Fallschirmjäger heraus.
Suchbild - ich konnte so schnell nicht zoomen
Die Frau des Hauses erwartete mich dann schon zum Essen und da es Punkt 4 war, hatte ich nun Zeit mal einen Tag die komplette Makuuchi des KyushuSumoBasho gemeinsam mit Nemoto Shihan zu schauen. Bisher konnte ich jeden Japaner mit meinem Sumofachwissen überraschen - so auch hier - Namen aller Teilnehmer, Schiedsrichter, Kampftechniken und Begriffe des Regelwerkes.
So nebenbei erwähnte der Hausherr, dass er mich dann nach dem musubi no ichiban (letzter Kampf des Tages im Sumo) zum Training erwartet.
Alle Heian Kata und Tekki Shodan standen zunächst auf dem Programm. Gegen 18.30 Uhr füllte sich dann das Dojo mit Kindern und Jugendlichen.
8x10 Meter Dojo - heute mit 20 Teilnehmern - zunächst denkt am, wie niedlich die jap. Kinder, aber beim üblichen Shobu Ippon im Training habe ich bemerkenswert schnelle und harte Techniken gesehen!
Wir pausierten. Dann Training leitete der 2. Nemoto Sohn. Der Shihan signalisierte aber, dass wenn Platz zur Verfügung steht, wird weiter trainieren. Zunächst schraubte er an meinem Neko-Ashi-Dachi herum, bis mir fast die Oberschenkel platzten.
Dann gab es Kumiteübungen. Er kritisierte Vorbereitungsbewegungen mit einem scharfen Blick. Dann wollte er meine LieblingsKampfKombinationen sehen. Dann ging es um die richtige Distanz (Ma-ai) - die dann ansatzlos zu überwinden war. Ich habe zum ersten Male mehr Lob als Kritik vernommen.
Nemoto Keisuke Sensei kam vom Unitraining und so langsam trudelte wieder ein Großteil der Familie ein - einige Enkelkinder waren auch beim Training zuvor. Es gab Essen, nur 1 kleines Bier und dann ging es ab ins Bett - ich natürlich nicht, ohne meinen Block zu schreiben.
Ich habe schon viele Sachen im Karate absolviert  - morgen kann ich aber mal seit Langem eine völlig neue Erfahrung machen. Es gibt kein Zurück mehr. Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker und um 7.30 Uhr geht es ab nach Tokyo in das Bunkyo Sport Center. All Japan JKA Senioren Championships - auch Tanaka Sensei kommt vorbei - hoffentlich gelingt es mir - locker zu bleiben.

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