Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

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Donnerstag, 8. Oktober 2009

Keiner hat gesagt, dass es leicht ist! (2)

Das Training heute war echt anspruchsvoll, denn Kurt hatte sich für seine vorerst letzte Trainingseinheit vor seiner Japanreise eine ganze Menge für uns ausgedacht. Zuerst sind wir viele viele Bahnen Kihon gelaufen, angefangen mit oi zuki bis hin zu komplexeren Kombinationstechniken wie etwa oi zuki (vorwärts)/ gedan barai (rückwärts) + gyaku zuki/ oi zuki (vorwärts) und dergleichen.

Nachdem wir sprichwörtlich "Betriebstemperatur" erreicht hatten, arbeiteten wir im Kumite-Bereich an gohon kumite über kihon ippon kumite und jiyû ippon kumite bis hin zu solch dynamischen Formen wie kaeshi ippon kumite und happô kumite. Gerade bei den Kumite-Übungen musste ich feststellen, dass bei mir noch viel Nachholbedarf besteht, wenn ich gegen so erfahrene Kämpfer wie Danilo oder Sebastian (Sebastian ist erst seit kurzem dabei) ran muss... dabei spielte weniger die reine Konteraktion, sondern vielmehr der effektive Konter eine wichtige Rolle, schließlich will ich am Ende nicht "punkten", sondern den Kampf möglichst schnell und sicher für mich entscheiden.

Und als ob das nicht schon schwierig genug wäre, versuchen wir dann auch noch, statt mit dem einfacheren jôdan zuki zu kontern, die "Entscheidung" mit chûdan zuki herbei zu führen. Ganz nach dem Motto "Zum Kopf schlagen kann jeder, aber einen starken Gegner durch chûdan zuki zu bezwingen wesentlich schwieriger. Daher sollte unser eigentliches Ziel sein, hart an uns zu arbeiten um eine eben so starke chûdan-Technik zu entwickeln."

Den Abschluss bildeten die Kata Heian 1-4 sowie Jion. Danach ließen wir den Abend mit ein zwei Malzbier und netten Gesprächen ausklingen. Für die meisten von uns wird an diesem Abend klar geworden sein, dass Kämfen alles andere als einfach ist, vor allem, wenn man sich an die Grundidee des Budô-Karate (ikken hissatsu - Töten mit dem ersten Schlag) hält.

Hier noch ein kleines Video zum Ansporn:



Oss

Kommentare:

  1. Hallo liebe Leute,

    beste Gruesse aus Tokyo sendet Euch Jens. Mir geht es - bis auf die Sache mit meinem Knie - gut und ich denke oft an Euch. Mich hat sehr gefreut, dass ich lesen durfte, dass der ganze Laden auch ohne mich gut laeuft. Aber das war ja auch nicht anders zu erwarten ...

    Bis bald!
    Osu
    Jens

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  2. Der Laden läuft, allerdings sind schon fast alle Erfahrungsreserven aufgebraucht... Daher fordern die Belegschaft und alle Azubis eindringlich, dass ihr Chef recht bald wieder von seiner Geschäfts- und Weiterbildungsreise nach Tôkyô zurück kommt und die Geschäfte übernimmt ;-)

    Mit anderen Worten: Genieß Deinen Aufenthalt in Japan und pass auf Deine Gesundheit auf aber denke nicht, dass es hier ohne Dich geht!

    Oss
    René

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