Herzlich Willkommen auf dem neuen gemeinsamen BLOG des Karatedôjô Fujinaga Leipzig e.V. und des Budoverein Fujinaga Berlin e.V.!
An dieser Stelle möchten wir dem interessierten Besucher mit Beiträgen, Berichten und Bildern einen Einblick in unser Training, unsere Aktivitäten und unsere Erlebnisse gewähren. Dabei soll immer auch unser Verständnis und unser Antrieb, mit dem wir in unseren Dôjôs Karate praktizieren, zum Ausdruck kommen.
Unsere Vereine widmen sich der Pflege und Ausübung des traditionellen Shotokan-Karate, wie es von der JKA (Japan Karate Association) unter der Leitung von Masatoshi Nakayama entwickelt wurde. Insbesondere wird das Erbe der Lehrtätigkeit von Yasuyuki Fujinaga Sensei in stillem Gedenken die Vereinsmitglieder auf ihrem Weg des Karate begleiten. Er vermittelte den Gründern beider Vereine unschätzbare Anregungen und Einsichten.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Homepages.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Tag 6 Nihon 2014


Mittlerweile kann man im Stadtteil Bunkyo-ku kaum mehr 100 Meter gehen, ohne ein JKA-Logo zu sehen – klar, jetzt durften wohl aller Teilnehmer des Gichin Funakoshi World Cup vor Ort sein. Im Honbu-Dojo gibt sich das japanische Team den letzten Schliff – für einen kurzen Plausch mit Nemoto, Kumeta und Inokoshi Sensei reichte es dennoch.
Temperatursturz um fast die Hälfte und Dauerregen heute aber zum World Cup scheint wieder die Sonne
 
Die ausländischen Starter konnten bis zum 10.10. ebenso im Honbu-Dojo trainieren. Nach dem Gasshuku sind Trainingsräume im nahen Bunkyo Sportcenter täglich von 9.00-15.00 Uhr reserviert. Da werde ich morgen mal schauen, wer da so rumspringt.

Das Wetter ist sehr launisch – heute gab es einen Temperatursturz um fast 15 Grad und satten Regen – ab Freitag pünktlich zum Word-Cup soll wieder die Sonne scheinen. Trotz Sauwetter bin ich zum Tsukiji-Markt geradelt, um dort meinen Messerverkäufer von Masamoto zu besuchen – er hat früher auch mal Karate gemacht. Er freut sich jedes Mal über mein Erscheinen und bestaunt wie jedes Jahr die Größe meiner Hände.
Unterwegs an der Außenmauer am Kaiserpalast
 

Abends war ich wieder im Shokukan-Dojo. Tanaka Sensei hielt ein ganz klassisches Training ab. Kihon, Kumite und Kata. Mit klassisch meine ich das praktizieren aller 3 Säulen des JKA-Karate in einem Training, wenige Schwerpunkte und kurze klare Ansagen und vor allem viele Wiederholungen. Manch jemand ist mitunter enttäuscht wenn er in Japan trainiert und nicht sogleich alle Fragen beantwortet bekommt, die ihm vielleicht auf der Karate-Seele liegen. Ich neige mitunter selbst dazu, im Training zu viel zu erläutern - es darf keine Disbalance zwischen Erklärungen des Sensei und der Trainingszeit der Schüler geben. Nur die ständige und faktisch unendliche Wiederholung der Techniken bringt ein Zuwachs an Qualität.

Die erste Hälfte des Trainings wurden Variationen von Sanbon Tsuki trainiert, erst ganz grundschulmäßig, dann aus Kamae mit einem zusätzlichen Auftakt Kizami Tsuki in der Bewegung und schließlich aus kurzer Stellung mit suri ashi. Gefragt war shiku ashi, Dynamik in allen (4) Tsuki und Entspannung zwischen einzelnen Techniken. Dann gab es eine 5er-mae geri Kombination und schließlich jeweils 80 mae+yoko geri kekomi mit demselben Bein. Dann wollte der Sensei aus der Hocke gestartete Mawashi geri sehen – brach aber nach 4 Techniken ab – es war sozusagen nur ein Spass, um uns nach den vielen Keri wieder aufzumuntern.

Es folgte einfach Kihon Ippon Kumite, klassisch Oi Tsuki jodan – age uke + Gyaku Tsuki, und zwar möglichst zügig nacheinander – ohne Kommando – jeder kam so auf 50 Angriffe am Stück.

Zum Abspann gab es Jitte.
ein paar Trainingsnotizen machen, ein 5 EUR Menu gegen 23.00 Uhr und dann ab in die Koje
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen